24.8. Deutscher Energieimperialismus und Klimaschutz

Reinhard (Reinhard_info) on 24.08.2021

In Telepolis erklärt ein Autor ausführlich wohin die Wasserstoffstrategie der Bundesregierung führt. Die Ökologische Plattform bei den LINKEN hat diese Beiträge dankenswerter Weise übersichtlich verlinkt.

Auszug:

Klimaschutz in Westafrika
Auf zwei Ebenen wären die sozioökonomischen Bedingungen einhergehend mit einem konsequenten Klimaschutz vor allem in der Sahel-Zone Westafrikas zu verbessern.

Kurzfristig müsste eine flächendeckende, lokale Versorgung mit (zunächst weitgehend autarken) Photovoltaikanlagen erfolgen, was die Lebensqualität der in Afrika überwiegend noch nicht stromversorgten Wohnorte erheblich verbessern und zugleich auch den Verbrauch von fossilen Brennstoffen deutlich reduzieren würde. Dazu bedarf es finanzieller Ressourcen, um mit den auf dem Weltmarkt sehr preiswert verfügbaren Photovoltaik-Modulen auf lokaler Ebene die dafür notwendige Infrastruktur zu erstellen, was dort auch mit erheblichen Arbeitsplatze?ekten verbunden wäre.

Rainer Baake, Direktor des Thinktanks Stiftung Klimaneutralität und früherer Umwelt- und Energiestaatssekretär stellte dazu kürzlich fest:

Afrika ist der Kontinent mit dem größten Nachholbedarf bei der Elektrifizierung. Die Zahl der Menschen, die weltweit keinen Zugang zu Elektrizität haben, fiel 2017 zum ersten Mal in der Geschichte unter eine Milliarde - von denen leben 60 Prozent in Afrika.

Photovoltaikanlagen für eine Export-Wasserstoffproduktion würden den in vielen Regionen herrschenden Wassermangel noch verschärfen.

Die generelle Wasserknappheit in Nordafrika wird auch im SRU-Gutachten als Problem angesehen (Absatz 89), weshalb die Nutzung von Oberflächenwasser generell als problematisch eingestuft wird. Das SRU-Gutachten weist zwar auch darauf hin, dass man in Küstenregionen prinzipiell das benötigte Elektrolysewasser durch vorgeschaltete Meerwasserentsalzungsanlagen gewinnen könne (Absatz 90), jedoch nur mit erheblichen Zusatzkosten und ökologischen Risiken.

Quelle: Telepolis Klimaschutz in Westafrika

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