27.2. KONTEXT: Vom Nord-Stream-2-Fan zum Top-Berater

Reinhard (Reinhard_info) on 27.02.2022

"Im vergangenen Jahr stolperte der Energiepolitiker Joachim Pfeiffer über Lobbyismus-Vorwürfe. Jetzt wirkt der langjährige Waiblinger CDU-Bundestagsabgeordnete im Stillen – als Geschäftspartner eines weltweit agierenden Beratungskonzerns."

"Im vergangenen Jahr stolperte der Energiepolitiker Joachim Pfeiffer über Lobbyismus-Vorwürfe. Jetzt wirkt der langjährige Waiblinger CDU-Bundestagsabgeordnete im Stillen – als Geschäftspartner eines weltweit agierenden Beratungskonzerns."

"Sozialismus bekämpfen und viel verdienen

Die Lobbyismusvorwürfe mitten in der Maskenaffäre der Unionsabgeordneten Nüßlein und Löbel setzten offenbar auch Politprofi Pfeiffer zu. Am 10. April 2021 erklärte er den Rücktritt als wirtschafts- und energiepolitischer Sprecher und kündigte an, bei der Bundestagswahl 2021 nicht mehr zu kandidieren. Als Grund nannte er, Opfer einer Kampagne und krimineller Aktivitäten geworden zu sei. "In einer für mich nie vorstellbaren Weise wurden meine verfassungsrechtlich geschützten Persönlichkeitsrechte und meine digitale Souveränität mit einem gezielten Hackerangriff verletzt", schrieb er in der Ausgabe 3/2021 von "CDUintern", dem offiziellen Mitteilungsblatt des CDU-Kreisverbandes Rems Murr, dessen Vorsitz er in der Folge auch abgab.

"Ich bin einstmals in die JU und die CDU eingetreten zur Bekämpfung des Sozialismus zu Lande, zu Wasser und in der Luft und nicht, um den schleichenden Sozialismus in unserem Vaterland zu befördern, wie es leider in den letzten Jahren auch unter Mitwirkung der Union geschieht", beklagte er in seinem letzten Grußwort, das mit "Klar Schiff machen – aufrecht und konsequent" überschrieben war. Die "Welt" spekulierte damals, dass eine russische Gruppe namens "Ghostwriter" den Cyberangriff ausführte. Genaueres weiß man bis heute offenbar nicht. Verfassungsschutz und Landeskriminalamt in Stuttgart verweisen bei Anfragen auf die örtliche Staatsanwaltschaft. "Die Ermittlungen sind noch nicht abgeschlossen", heißt es von dort nur."

Mehr dazu in der KONTEXT-Wochenzeitung.

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