16.9. Ein letzter Hochsommertag?

Reinhard (Reinhard_info) on 16.09.2022

Nach den beiden stürmischen und schwülen Tagen hatten wir heute Nachmittag noch einmal hochsommerliches Wetter mit 31° im Schatten. In den nächsten Tagen soll es sonnig bleiben, aber deutlich kühler werden.

Nach den beiden stürmischen und schwülen Tagen hatten wir heute Nachmittag noch einmal hochsommerliches Wetter mit 31° im Schatten. In den nächsten Tagen soll es sonnig bleiben, aber deutlich kühler werden.
Heute Vormittag nutzte ich das noch ungemütliche warme Wetter, um meine Weiterreise zu planen. Ich fand im Internet die beiden Campingplätze wieder, die ich mir schon vor Antritt der Reise ausgesucht hatte. Eventuell möchte ich den Camping Smeraldo nahe Rom aufsuchen. Doch dieser Platz schließt schon am 30.9. nach der Preisliste. Bei Rimini gibt es das Happy Camping Village. Das ist ganzjährig geöffnet und ein guter Ausgangspunkt für die Rückreise. Beide Plätze sind in 3 bis 4 Stunden Fahrzeit zu erreichen.

Was sonst noch los war:

Freitag, ‎16. ‎September ‎2022, 19:39:23 Uhr
Ein sehr warmer Sommertag. Der Morgen begann zwar etwas kühler mit 18°, doch zu Mittag sind es noch einmal 31° im Schatten geworden. Am Morgen ging das Meer bis zum Horizont, die Insel Elba war verschwunden. Der Dunst über Elba war so dicht, dass die Insel nicht zu sehen war, obwohl wir hier über der Bucht schon strahlend blauen Himmel hatten. Am Vormittag war das Schwimmen im Meer noch erfrischend, am Nachmittag war es dann wieder wie in einer Badewanne. Am frühen Nachmittag gab es sanfte lang gezogene Wellen. Es ließ mich lange in diesen Wellen treiben. Am Vormittag gab es gute regelmäßige Wellen zum Bodysurfen. Ein Vater ließ seinen kleinen Sohn so auf einem Surfbrett eine lange Strecke zum Strand gleiten.
Gestern erhielt ich die Nachricht, dass Michael gestorben sei. Er hatte wieder einen Darmverschluss. Tage nach der Operation gab es Komplikationen. Er wollte keine lebensverlängernden Maßnahmen und ist deshalb im Krankenhaus nach Abschied von seinen engsten Verwandten getorben. Mich bewegt diese Nachricht sehr.
Zum Abendessen kann ich mir aus unserem Vorzelt heraus den Sonnenuntergang ansehen. Sonnenuntergang und gutes Essen zusammen schließen den Tag wunderbar ab. Heute Abend habe ich mir aus dem  Dampfdrucktopf einen Gemüseeintopf mit dem restlichen Gemüse von gestern, mit etwas Speck und ein wenig Wurst zu einer Flasche Bier gegönnt. Gestern Abend hatte ich einen großen Tomaten - Gurken - Mozzarella - Ei Salat gemacht und anschließend auf dem Gasgrill gedämpftes Gemüse mit einem Spiegelei gebraten. Dazu gab es einen guten Wein. So könnte es jeden Abend weiter gehen.
Donnerstag Nachmittag legte sich der Sturm. Die Sonne kam heraus und man konnte wieder am Strand liegen oder schwimmen gehen. In den Nachrichten war gerade zu hören, dass sich das Unwetter über der Adria bei Ancona ausgetobt hatte. Dort sind mindestens 10 Menschen tödlich verunglückt. Donnerstag Mittag war auch noch zum Einkaufen und Tanken in Castigliano.
Noch eine Begebenheit von Dienstag. Beim Schwimmen im Meer begleiteten uns ein Schwarm Sardinen. Jedes Mal wenn man mehr als 1,5 m Wassertiefe unter sich hatte, waren die Sardinen da. Sie schwammen zu 20 bis 30 Fischen dicht neben einem. Das ging eine ganze Weile so. Jeder und jede die im tieferen Wasser schwamm, wurde von den kleinen Fischen begleitet. Elke meinte, sie wollten sich von den Sardinen verabschieden, die ich am Montag gegessen hatte.


Donnerstag, ‎15. ‎September ‎2022, 11:12:07 Uhr‎
Der Himmel ist bedeckt, der Wind weht heftig. So heftig, dass schon trockene Äste auf mein Sonnendach gefallen sind. Das Dach hat es ausgehalten. In der Nacht hat es irgendwann mal aufs Wohnwagendach getröpfelt. Das vorhergesagte Gewitter ist hier am Platz aber noch nicht eingetroffen.
Ich war zum ersten Mal im Urlaub selber einkaufen. Auch sonst muss ich mich an das Alleinsein erst noch gewöhnen. Inzwischen habe ich alles für mich eingeräumt und Elkes restlichen Sachen im Auto gelagert. Danach konnte ich meinen Rucksack mit den Sommersachen vollständig ausräumen. Die kurzen DDR-Sporthosen waren nicht dabei.
In der Nacht hatte es kaum abgekühlt. Bei all meinen Aktivitäten komme ich schnell ins Schwitzen. Das ist mir sehr lästig. Starttemperatur am Morgen waren 25°! Und das bei bedecktem Himmel. Die Brandung donnert heftig auf den Strand.
Gestern am späten Nachmittag konnte ich mich noch zu einer Radtour aufraffen. Den Fahrradträger montierte ich ans Auto und fuhr so Richtung Castiglione. Vor mir landete ein Rettungshubschrauber im Feld. Ich hielt an und stieg auf mein Rad um nach zu schauen, was da passiert war. Am Ende einer Stichstraße, schon hinter der Absperrung mit Leitplanken standen ein großer Rettungswagen und ein kleiner Notarztwagen. Um nicht als Gaffer zu stören, drehte ich um um fuhr zu den Campingplätzen von Riccholetto. Mir kam dabei noch ein örtlicher Polizeiwagen entgegen.
In Riccholetto hatten Elke und ich einmal in einer Hütte auf einem Campingplatz Urlaub gemacht. Inzwischen hat sich der Uferbereich stark verändert. Die Strände sind privat und nur gegen Eintritt zu benutzen. Häufig sind elektronisch gesicherte Zugänge zu sehen. Die Campingplätze selber sind von der Straße aus nicht mehr einsehbar. Die Siedlung im Hinterland sieht dagegen gepflegter aus. Alte Häuser wurden renoviert, aber keine neuen hinzu gebaut. Die Pferde stehen immer noch auf der selben Weide wie vor Jahren.
Bei meiner Rückkehr zum Auto nach etwa 45 Minuten war der Polizeiwagen immer noch da und schien auf andere Personen zu warten. Kurz darauf hielten zwei PKW neben mir und fragten mich wohl nach dem Ort des Unfalls. Der Polizist kam hinzu und begleitete diese Menschen zum Ende der Straße. Der Rettungshubschrauber ist in der ganzen Zeit meiner Radtour nicht wieder gestartet.
Mein erstes Abendessen selber kochen war dagegen ein Hindernislauf. Um das Nudelwasser schnell zu erhitzen, wollte ich es im Wasserkocher vorkochen. Auf dem Gaskocher dauert es immer länger als elektrisch gekocht. Doch da flog die Sicherung für unseren Anschluss raus. Ich hatte auch noch das Ladegerät für den Fahrradakku angeschlossen. Das war zuviel Stromverbrauch an diesem Platz.
Gerade als das Nudelwasser auf dem Gaskocher zu kochen begann, war die Gaskartusche leer. Ich hatte schon länger damit gerechnet. Aber jetzt im ungünstigsten Moment störte es doch sehr. So dauerte es unverhältnismäßig lange, bis ich ein warmes Abendessen zubereitet hatte. Bis dahin waren die Gürkchen, Oliven und Rotebeete-Scheiben schon gegessen, die ich eigentlich nebenher essen wollte.

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