20.9. Erster Urlaubstag am Lago di Bracciano

Reinhard (Reinhard_info) on 20.09.2022

Heute meinen ersten Urlaubstag nach dem Umzug zum Lago di Bracciano erlebt. Es gibt vieles vom Aufbruch in Baia Verde bis zur Ankunft im Parco del Lago zu berichten.

Heute meinen ersten Urlaubstag nach dem Umzug zum Lago di Bracciano erlebt. Es gibt vieles vom Aufbruch in Baia Verde bis zur Ankunft im Parco del Lago zu berichten.
Aus meinem Reisetagebuch:

Dienstag, ‎20. ‎September ‎2022, 21:45:15 Uhr‎
Die Nacht sehr gut geschlafen. Der Morgen begann sonnig bei 17°. Da es keine Bananen gab, aß ich noch einmal ein Brotfrühstück. Die Sonne scheint auf den Frühstückstisch im WW. Später bin ich dann zum Einkaufen gefahren. Anguillara war schon so zugeparkt, dass ich weiter nach Anguillarese zum Conat gefahren bin. Auch hier gab es kaum noch Parkplätze. Der Conad ist sehr groß, sodass man alles bekommen kann, außer Rosinen. Rosinen gibt es wohl in Italien nicht zu kaufen. Ich habe mir zwei Burger und zwei vegane Burger als Luxus geleistet. Zu Mittag gab es eine Hühnerbrühe mit zwei aus italienischen Weißbrot Stangen geschnittenen Brötchen mit gekochtem Schinken.
Auch mein Mittagsschlaf war lang. Einmal bin ich aufgewacht, aber schnell wieder eingeschlafen. Anschließend waren einige Wolken aufgezogen, aber es war immer noch sommerlich warm bei 25° bis 26°.
Zum Nachmittag fuhr ich mit dem Auto die Gegend ab, um schöne Strecken für eine Radtour zu entdecken. Auf der Uferstraße Rad zu fahren ist sehr riskant. Es gab auch bald einen unasphaltierten, aber gut befahrbaren Abzweig, dem ich lange folgte. Er führte doch landwirtschaftlich genutztes Gebiet. Am Ende stand ich aber in einem Schlagloch Hohlweg mit tiefen Pfützen, der nur für Trecker passierbar war. Umdrehen war nicht möglich, rückwärts durch die großen Pfützen zu fahren war mir zu riskant. Also kurvte ich von Pfütze zu Pfütze in der bangen Hoffnung nirgendwo stecken zu bleiben. Zum Glück ging es gut. Ich konnte wenden und musste noch einmal dieselbe Geländetour zurück fahren. Auf dem Navi war dieser Weg durchgehend in gleicher Qualität dargestellt. Unbefestigte Wege werde ich so schnell nicht mehr befahren.
Ich folgte der Straße, bis ich einen befestigten Abzweig fand. Doch am Ende landete ich wieder auf einem unbefestigten landwirtschaftlichen Weg. Unterwegs machten sich Hunde einen Sport daraus, laut kläffend dicht neben dem Auto herzulaufen. Keine gute Gegend für eine Radtour. Es gab da auch noch einen asphaltierten Abzweig, dem ich nun folgte. Er führte an zahlreichen größeren Anwesen und einzelnen Bauernhöfe vorbei. Am Ende mündete er aber in eine vierspurige Autostraße, in die man nur in einer Richtung einfahren durfte.
An der nächsten Ausfahrt bin ich dann wieder raus gefahren und über eine asphaltierte Straße durch ein Tal gefahren, dass ich vorher von der Anhöhe aus gesehen hatte. Aber auch diese Straße mündete wieder an der vierspurigen Schnellstraße. Diesmal konnte ich aber durch eine Unterführung auf die andere Seite der Straße und dann zurück auffahren. Ich schaltete das Navi ein, um den kürzesten Weg zurück zu finden.
Diesmal schickte mich das Navi eine Ausfahrt zu früh von der Schnellstraße, merkte den Irrtum aber sofort und ließ mich wenden. An der nächsten Ausfahrt war ich an auf der richtigen Straße nach Trevignano. Wenn ich schon mal auf dem Weg dorthin war, konnte ich mir ja auch kurz noch einen Eindruck von dem Ort verschaffen. Wieder das gleiche Erlebnis, der Ort war zugeparkt mit Autos, obwohl es massenhaft Parkplätze gab. In Trevignano gibt es laut Reiseführer eine sehr schöne Uferpromenade, von der ich einen kurzen Blick erhaschen konnte. An der Uferpromenade gibt es auch zahlreiche Restaurants und Geschäfte. Das werde ich mir noch einmal genauer ansehen.
Zum Abendessen war ich zurück am Platz. Dort las ich eine Mail, dass heute um 19 Uhr ein Zoomtreffen stattfand. Schnell musste ich ein Abendessen zubereiten und verzehren, bevor die Sitzung begann. Eine kleine Packung gemischten Salat hatte ich schnell gewaschen und angemacht. Die Fleisch Burger in der Pfanne von beiden Seiten angebraten und zugleich zwei Pellkartoffeln enthäutet und in kleine Würfel geteilt. Die kamen nach den Burgern in die Pfanne. Die Burger gewürzt, dann die Kartoffeln gewendet und gewürzt. Zum Schluss die Bratkartoffeln schon auf den Teller gehäufelt und die Burger von beiden Seiten noch mal kurz angebraten. Fertig war das schmackhafte Abendessen. Dazu noch eine kleine Flasche italienisches Bier. Bis auf einen Rest Salat war ich bis zum Beginn der Sitzung fertig mit dem Essen.
Gegessen hatte ich draußen vor dem WW in der untergehenden Abendsonne. Auch die Sitzung startete noch dort. Doch irgendwann wurde es zu dunkel und zu frisch und ich zog um in den WW ohne die Fenster vorher zu schließen. Am Ende der Sitzung konnte ich im WW zahlreiche Insekten verschiedener Größe begrüßen. Besonders vielzählig und hartnäckig sich weigernd waren sehr sehr kleine Fliegen. Während ich zum Spülen weg war, löschte ich das Licht im WW und ließ nur die Außenlampe brennen. So bot sich den Insekten eine Gelegenheit, den WW zu verlassen. Doch gerade diese kleinsten Fliegen hatten keinen Gebrauch davon gemacht. Deshalb musste ein nasser Lappen für meine Nachtruhe sorgen.


Montag, ‎19. ‎September ‎2022, 20:21:00 Uhr
Am Lago di Bracciano angekommen. Der Start auf dem Camping Baia Verde verlief planmäßig. Nur beim Anhängen des Wohnwagens hatte ich ein kleines Problem. Das Stützrad stand unter dem Gehäuse der Auflaufbremse. Deshalb konnte ich die Deichsel nicht weit genug herunter auf die Anhängerkupplung kurbeln. Also Auto noch mal vorgezogen, den schweren Wohnwagen so hin und her geschwenkt, dass das Stützrad nach außen stand und danach das Auto wieder heran gefahren. An der Kasse zahlte ich fast 400,- € für 20 Übernachtungen. Ein guter Preis.
Die Fahrt auf der SS1 verlief auch ohne Störungen, abgesehen von den zahlreichen Schlaglöchern. Nach Grosseto geht es eine Zeitlang immer wieder einspurig und mit Abzweigungen nach rechts und links weiter. Ab Cicitavecchia wird sie dann zur Schlagloch armen Autobahn. Kurz vor meiner Ausfahrt gab es eine Raststätte, auf der ich eine 3/4 Stunde Mittagspause einlegte. Zum Glück kam ich auch noch auf die Idee, Google Maps auf dem Handy einzuschalten. Denn beide Navis im Auto kannten die Adresse des Campings nicht. Deshalb hatte ich nur die Stadt eingegeben, die 6 km entfernt zum Camping liegt.
Leider folgte ich zuerst dem Navi und landete in Baracciano, einer größeren Stadt am Berg. Das Navi führte mich in die schmalen und steilen Altstadtstraßen. Außerdem war viel Verkehr. Schließlich fuhr ich einfach aus der Stadt hinaus Richtung Rom und hörte auf Google Maps. So kam ich dann über eine schöne Uferstraße am See entlang zum gesuchten Campingplatz Smeralda.
Dort war nichts los. Ich wurde von einer jungen Frau angesprochen, der Platz sei geschlossen, weil in der Nacht ein Sturm vier Bäume umgehauen hatte. Sie empfahl mir den Camping Parco del Lago, 3 km zurück. Der war aber nicht gut bewertet. Eine weitere Frau kam hinzu und meinte, auch das besser bewertete International Camping im nächsten Ort sei geschlossen. Mir blieb nichts anderes übrig, als zum Camping Parco del Lago zu fahren. Inzwischen steht der Wohnwagen an einem aussichtsreichen Platz. Mit den Mängeln hier muss ich mich eben arrangieren. Einzig, der im Preis inbegriffene WLAN Zugang ist ein Highlight.
Ich bin fix und fertig. Die wegen der Schlaglochsuche und der schnellen Reaktion auf jedes Schlagloch doch anstrengende Fahrt hat mich geschlaucht. Und dann noch die Enttäuschung mit dem gewünschten Platz und das Aufstellen des WW und das Auspacken aller benötigten Dinge, obwohl ich hier nicht lange bleiben werde, geht ganz schön an meine Kräfte. Der Sonnenuntergang über dem See beim Abendessen ist ein kleines Highlight für heute.
‎Sonntag, ‎18. ‎September ‎2022, 17:06:10 Uhr
In der Nacht hat es deutlich abgekühlt, im Wohnwagen hatte ich noch 14°, draußen waren es 10°. Bei strahlend blauem Himmel konnte die Sonne die Temperatur im Schatten bis zum Mittag auf über 25° bringen. Es gibt eine sehr klare Luft. Die Insel Elba ist deutlich und mit klaren Konturen zu erkennen. Die Gebäude in Follonica und Piumbino sind klar zu erkennen.
Am Vormittag baute ich das Vorzelt ab. Bei trockener Luft und wenig Wind ging das reibungslos. Selbst die klemmende weil verkratze Steckverbindung im großen Bogen ließ sich ganz einfach lösen. Schwitzen blieb auf einem niedrigen Niveau.
Nach einer kurzen Mittagsruhe baute ich dann auch das Doppelbett zurück zur Sitzgruppe. Ich brauche den Platz zum Lagern all der übrigen Dinge, die nicht ins Auto verfrachtet werden können. Das Vorzelt und ein Teil der Möbel hat schon seinen Platz im Auto gefunden.
Am frühen Nachmittag ging ich dann noch einmal im Meer schwimmen. Diesmal ist das Wasser wärmer als die Luft. Es waren wenige Menschen im Wasser. Am Strand konnte man sich aber noch sehr gut sonnen.
Leider sind in der Nacht zwei Bananen aufgeplatzt. Zum Abendessen richte ich mir deshalb einen Bananenreis her und esse dazu den Rest vom großen Salat von gestern.
Rund um meinen Stellplatz gibt es noch zahlreiche Gäste mit Zelten (im Augenblick 6). Schon deshalb war es von den beiden Wohnmobilen gestern Morgen gedanken- und rücksichtslos, sich hier aufzustellen. Es gibt hier jetzt zahlreiche junge Familien aus Deutschland mit kleinen Kindern (Elternzeit) und eine Reihe Rentner aus Deutschland. Die sportbegeisterten Schweizer habe ich noch nicht gesehen, noch keine Ferien?

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