7.9. Sommerliche Hitze, Ausflug zum Skulpturengarten

Reinhard (Reinhard_info) on 07.09.2022

Heute ist es schwülwarm. Diese Hitze setzt uns, aber auch allen anderen hier auf dem Platz, ganz schön zu. Gestern besuchten wir den Skulpturengarten von Guido Messer, einem Künstler aus Korb.

Heute ist es schwülwarm. Diese Hitze setzt uns, aber auch allen anderen hier auf dem Platz ganz schön zu. Gestern besuchten wir den Skulpturengarten von Guido Messer, einem Künstler aus Korb.

Mittwoch, ‎7. ‎September ‎2022, 14:30:29 Uhr
Ein Hochsommertag. In der Nacht hat es kaum abgekühlt. Am Morgen hatten wir noch 25° im Wohnwagen. Allerdings ist heute die Luftfeuchtigkeit hoch und man kommt schnell ins Schwitzen. Zu Mittag haben wir 32° im auf allen Seiten offenen Vorzelt. Es geht eine Brise die etwas Kühlung mit sich bringt. Deshalb sitzen wir im Schatten vor dem Zelt, um die ganze Brise zu erhaschen.
Die Nachbarn hinter uns sind gestern abgereist. Insgesamt wird es immer leerer auf den Stellplätzen. Da die Rückseite unseres Wohnwagens diesmal nach Süden zeigt, wurde sie von der Sonne trotz lichtem Schatten gut aufgeheizt. Gleich als die Nachbarn packten, stellte ich unser Sonnenvordach auf der Südseite auf. Im Schatten des Sonnendachs lagert jetzt die Dachbox und steht mein Fahrrad. Das Sonnendach schützt natürlich auch vor Regen, der heute und morgen möglich sein soll.

Dienstag waren wir vormittags am Strand. Nachmittags sind wir zum Skulpturengarten von Guido Messer (aus Korb) nach Sassetta gefahren. Am Strand konnten wir eine heftige Diskussion  um politische Positionen unter Italienern erleben. Ein älterer Imker bietet am Strand seine Produkte an. Er scheint genauso grob geschnitzt zu sein wie "unser Obst- und Gemüsehändler" Palmer aus dem Remstal. Jedenfalls entwickelte sich ein heftiges Wortgefacht zwischen ihm und einigen Badegästen. Dabei fielen von ihm öfters die Worte Faschisten und Resistanza. Auch in etwas Entfernung regte er sich noch über einen Mann im mittleren Alter auf, der ihm wohl besonders stark widersprochen hatte.

Sassetta liegt etwa eine Stunde Autofahrt von Punta Ala weg. Dort wurden wir zusammen mit einem weiteren Paar aus Nürtingen von Marta rund zweieinhalb Stunden lang zu den einzelnen Skulpturen geführt. Befreundete Künstler stellen auch Objekte zur Verfügung. Nebenbei erzählte sie auch einiges von ihrem Leben in Italien.
Anschließend saßen wir noch bis spät nach Sonnenuntergang im Garten, wurden mit selbstgebackenem Foccaciabrot und Wein bewirtet und unterhielten uns lange über Kunst und anderes. Das Künstlerpaar hat zwei Söhne, die je ein halbes Jahr in Deutschland und in Italien zur Schule gingen. Wir erfuhren so nebenbei, dass die Sommerferien in Italien 3 Monate lang sind. Die Schüler bekommen allerdings Hausaufgaben für diese Zeit mit. Ihre Kinder, obwohl dunkelhäutig, wurden in der Grundschule gut integriert.
Es war eine kleine Dorfschule mit wenigen Schülern. Da Marta auch ausgebildete Lehrerin ist, konnte sie die Lernlücken ihrer Kinder gut ausgleichen. Einmal mussten sie zusammen mit anderen Eltern zum drastischen Mittel eines Schulstreiks greifen. Eine unfähige Lehrerin war nach zahlreichen Versetzungen an ihrer Schule gelandet. Auslöser war, dass diese Lehrerin auch während des Unterrichts rauchte und sich Kaffee kochte. Dabei fiel einmal Asche der Zigarette auf das Augenlid einer Schülerin.
Beim letzten Besuch hatte Elke einen Stein mit Ohr als Erinnerung gekauft. Guido erzählte, wie er gezielt Steine aus der Umgebung für seine Kunstwerke aussucht. Für die Steine mit Ohren musste der Stein eine Eigenschaft (Maserung) aufweisen, in die das Ohr hinnein hören kann. Der Stein soll irgendwie an einen Kopf erinnern. Das Ohr ist aber wie an jedem Kopf nach außen gerichtet. In meinen Augen hört es in den Raum hinnein und speichert alles gehörte im Stein. Von dort wird es dann an Guido weiter gesandt, ähnlich wie bei Alexa oder Siri. Guido musste lachen. Diese Interpretation seiner Ohren war ihm neu.


‎‎Montag, ‎5. ‎September ‎2022, 15:14:38 Uhr
Ein Sonnentag. Schon gestern, nach dem Abzug des Gewitters am Mittag, schien die Sonne vom strahlend blauen Himmel. Im Schatten des Vorzelts haben wir 31°. Der Sand am Strand wird so heiß, dass man es bei nackten Füßen deutlich spürt. In der Nacht sinkt die Temperatur auf rund 20°, im Vorzelt auch auf 19°. Wir können also gut schlafen.
Gestern Abend noch zum Sonnenuntergang nach Punta Ala gefahren. Bis wir dort waren, war die Sonne aber schon unter gegangen. Zu unserer Überraschung waren nur wenige Menschen unterwegs. Im Hafen liegen zwar hunderte (!) großer Yachten, aber es waren kaum Menschen am Ufer oder in den Restaurants zu sehen.
Der Ort am Hafen ist an einem steilen Hang gebaut. Der Parkplatz liegt oben auf dem Kamm des Hangs. Die (Ferien-)Wohnungen unterhalb sind nur zu Fuß zu erreichen. Man steigt dann zwischen den Wohnblöcken viele Treppen durch gut gepflegte Grünanlagen mit schon sehr alten und mächtigen Bäumen zum Hafen hinunter. Der Rückweg mit Gehstöcken die Treppen hinauf war für mich sehr anstrengend. Es sollte auch ein Test sein, wie weit meine Kondition sich gebessert hat. Der Test fiel negativ aus. Anschließend setzten heftige Muskelschmerzen ein. Ich konnte trotz Muskelschmerzen gut schlafen. Doch am Morgen hatte ich erheblich überhöhten Blutdruck. Elke führt dies auf die Muskelschmerzen zurück.
20:32:55 Uhr
Die Sonne ist unter gegangen. Wir haben im Vorzelt zu Abend gegessen. Im Wohnwagen sind es jetzt noch 27°, im Vorzelt 25° bei einer leichten Brise. Im Vorzelt ließ es sich schon den ganzen Tag über gut aushalten. Alle Seitenteile sind geöffnet, sodass wir unter dem Dach aber im Freien sitzen. Die Wärme im Wohnwagen ist trotz weit geöffneter Fenster unangenehm.
Eine nette Begebenheit: Zwei sechsjährige Jungen spülten alleine und sangen dabei, was ihnen gerade in den Sinn kam: Jeden Tag dasselbe, jeden Tag dasselbe ...

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